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Der Bau des Schlafwagens

Materialbeschaffung

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Eine ganze Weile lang habe ich nun nichts neues mehr zum Schlafwagenbau geschrieben. Zugegeben, über den Winter habe ich mit dem Bau noch nicht begonnen. Ging auch schlecht, da ich mangels ausreichend großer Werkstatt den Bau vor der Garage machen muß; das geht natürlich nur bei entsprechend gutem Wetter.
Ganz untätig war ich allerdings nicht. Die angestrebte Konstruktion erfordert nämlich, daß ich ein paar ganz bestimmte Materialien und Werkzeuge bekomme. Ansonsten muß ich den Plan grundlegend überdenken. Dazu zählen z.B. große Sperrholzplatten mit einer Stärke von 1mm (sog. Fliegersperrholz), oder auch diverse Teakholzstücke.

Einige Materialien und Werkzeuge habe ich mittlerweile bekommen können, nach anderen suche ich noch. Auf dieser Seite werde ich bis zum eigentlichen Baubeginn regelmäßig berichten, wie es mit der Materialbeschaffung voran geht.

18.03.2009 - Erste Teile sind beschafft

Stummelachsen von Vitelli
Stummelachsen von Vitelli

Das erste, was ich für den Schlafwagen besorgt hatte, waren 40mm starke Styrodurplatten. Diese sollen als Kern einer Sandwichplatte dienen, die dann das "Rückgrat" des Schlafwagens bildet. Die Platten sind recht leicht, stabil und auch isolierend, damit es mir von unten nicht zu kalt wird. Allerdings fehlen mir immer noch 1mm-Sperrholzplatten, die zusammen mit dem Styrodur das "Sandwich" bilden sollen. Bislang habe ich lediglich Anbieter gefunden, die Platten bis max. 1,5 x 1,5 m liefern können, und das auch noch zu astronomischen Preisen. Ich suche also weiter.

Ebenfalls bereits 2008 hatte ich Glück bei eBay, wo ich für einen Appel und ein Ei zwei Vitelli Stummelachsen ergattern konnte. Die Achsen sind speziell für Anhänger ausgelegt und von sehr guter Qualität; wer Vitelli kennt weiß, wie gut (und normalerweise teuer) deren Anhänger und Bauteile sind.

Teakholz für Radaufhängung und Stützfüße
Teakholz für Radaufhängung und Stützfüße

Bei der Konstruktion des Planwagens hatten mich zwei Dinge lange aufgehalten: die Stützfüße und die Radaufhängung. Beide Teile müssen sehr stabil, dabei aber leicht und wetterfest sein. Vor allem die Stützfüße machten mir lange Kopfzerbrechen, denn diese sollen unbedingt stufenlos verstellbar sein, damit der Wagen auch bei unebenem Boden einen sicheren Stand bekommt. Entschieden habe ich mich für eine Lösung mit Stützfüßen aus Holzstangen, die mit einem Gewinde versehen im Wagen verschraubt werden können. Das Holz mußte natürlich extrem wetterfest sein, denn das Gewinde kann ich nicht lackieren, also darf das Holz auf keinen Fall aufquellen.

Holzgewindeschneider
Holzgewindeschneider

Meine Entscheidung viel auf Teakholz, welches auch im Bootsbau verwendet wird, eben weil es ausgesprochen wetterfest ist. Nur muß man erstmal einen Lieferanten finden, der Teakholz auf Maß zugeschnitten liefern kann. Vor allem die Rundstäbe, die auf den 10tel Millimeter genau sein müssen waren ein Problem. Letztlich fand ich einen Bootsbauer in Hamburg, der mir meine gewünschten Teile für einen angenehmen Preis liefern konnte. Nur die Rundstäbe mußte ich in Übergröße bestellen. Dafür suche ich mir noch einen Tischler, der sie mir auf das richtige Maß abdrehen kann. Auch die restlichen Teakholzteile, aus denen ich die Gegenstücke für die Stützfüße sowie die Radaufhängung schnitzen möchte, müssen noch nachbearbeitet werden. Ich hätte sie zwar auch gleich auf exaktes Maß geschnitten bestellen können, dann wären sie aber um ein vielfaches teurer geworden.

Selbst machen muß ich allerdings die Holzgewinde. Hierfür wird sich kaum eine Tischlerei finden, die sowas produzieren kann. Also habe ich mir ein entsprechendes Gewindeschneide-Set besorgt. Dieses besteht aus zwei Teilen. Zunächst ist da eine Schneidkluppe, mit der das Außengewinde auf die Stützfüße geschnitten wird. Dazu kommt ein Gewindebohrer, mit welchem dann die Innengewinde in die Gegenstücke am Schlafwagen gebohrt werden. Sehr hilfreich für mich war übrigens die Homepage von Berthold Cremer externer Link.

Blinkerschaltung
Blinkerschaltung

Auch sehr hilfreich war ein Mitglied des MTB-Forums, von dem ich eine kleine Blinkerschaltung gelötet bekommen habe. Dieses Teil brauche ich zwar erst ganz am Ende des Baus, aber was ich habe, das brauche ich nicht mehr besorgen.

Einzig die 1mm-Sperrholzplatten machen mir im Moment noch Probleme. Sowie ich diese bekomme, kann der Bau losgehen - vernünftiges Wetter mal vorausgesetzt. Sollte ich die nicht bekommen, dann muß ich wohl auf 3mm-Sperrholz ausweichen, das ich auch im Baumarkt bekomme. Dadurch würde allerdings das Gewicht um mindestens 3,6 Kg steigen und die 20 Kg Marke wäre endgültig unerreichbar. Das möchte ich natürlich unbedingt vermeiden.

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